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Ort der Unruhe
Filmvorführung und Podiumsdiskussion

 Videostill - Eröffnung Gedächtnishain Belgierkaserne Dez. 2011

Der kürzlich errichtete Gedächtnishain am Areal der heutigen Belgierkaserne in Graz stellt einen komplexen historischen Ort dar, an dem sich zu Kriegsende NS-Verbrechen ereignet haben. 1945 kam es in der Kaserne zu Massenerschießungen durch die SS. Die dort liegenden Massengräber wurden anhand einer aktuellen wissenschaftlichen Studie lokalisiert und markiert, doch sind noch viele Fragen offen, wie mit dem Gedächtnishain auf dem Kasernengelände zukünftig umgegangen werden soll.

Ernst Logar thematisiert in seinem aktuellen Film die historischen Ereignisse, die in unmittelbaren Zusammenhang mit der Belgierkaserne stehen und dokumentiert den Entstehungsprozess des 2011 errichteten Gedächtnishains, um die Hintergründe offizieller Gedenkkultur zu durchleuchten.

Film: Ort der Unruhe (A 2013) R: Ernst Logar, 62 min

Es diskutieren:

- Heidemarie Uhl, Historikerin,
  Österreichische Akademie der Wissenschaften

- Friedrich Schrötter, Offizier,
  Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport

- Ernst Logar, Künstler

Moderation: Adina Seeger, Historikerin

12.12.2013  19 Uhr

Depot - Kunst und Diskussion
Breite Gasse 3
A-1070 Wien
www.depot.or.at

 


Denkmal und Erinnern

Der Kunstverein pArtisan - Kunst im sozial- und gesellschaftspolitischen Kontext veranstaltet gemeinsam mit dem Klub der slowenischen StudentInnen in Wien die Filmveranstaltungsreihe Denkmal und Erinnern. Im Zuge dieser Veranstaltungsreihe der Begriff des Erinnerns untersucht und seine gesellschaftliche Veränderung im Kontext des Holocaust und Nationalsozialismus thematisiert werden. Weiters soll anhand von diversen Filmdokumentionen auf unterschiedliche zeitgenössische Denkmalformen und -konzepte eingegangen und diese zur Diskussion gestellt werden.

3. Filmabend

Am 21. November 2013, 20 Uhr werden im Zuge der Veranstaltungsreihe
Denkmal und Erinnern die Filme

Jochen Gerz. YourArt.
(Artcore Film, D 1998)
und

Im Gedächntnis
von Manfred Neuwirth (A 1995)

gezeigt.

JOCHEN GERZ - YOUR.ART.
1998, Video, 60’
deutsch, französisch, englisch
Eine Koproduktion der Artcore Film mit
INA / Centre Pompidou / WDR / Goethe Institut / Délégation aux Arts Plastiques

Wie kaum ein anderer Künstler verschränkt Jochen Gerz in seinem Werk Konzept und Gefühl, Kultur und Politik, Erinnerung und Zukunft, Individuum und Kollektiv miteinander. Quer durch alle künstlerischen Gattungen von Video, Performance, Foto/Text und Skulptur bis hin zu interaktiven, die Bevölkerung des jeweiligen Standortes miteinbeziehenden Mahnmalen hält Gerz der Wirklichkeit einen künstlerischen Spiegel vor, der den Betrachter aus seiner passiven Rolle befreit und zur künstlerischen Mitarbeit zwingt. Gedreht im Pariser Atelier, in Ausstellungen in Frankreich und Deutschland sowie in Gerz’ Haus auf einer Insel vor der Westküste Kanadas verknüpft der mehrfach preisgekrönte Film Arbeiten aus allen Werkphasen mit mehreren Interviews, die Gerz als einen humorvollen Humanisten, aber auch unerbittlichen Kritiker von Mediengesellschaft und Kunstbetrieb zeigen, der für eine neue Form von Kunst im öffentlichen Raum kämpft.

Im Gedächtnis - Manfred Neuwirth
Österreich 1995 (25 min)

 Videostill - Im Gedächtnis, Manfred Neuwirth 1995

Am 8.Mai 1945 kam es in Erlauf/N.Ö. zum historischen Händedruck zwischen dem sowjetischen und dem amerikanischen Oberkommandierenden der beiden Armeen. Damit war der 2.Weltkrieg in Österreich offiziell beendet. 50 Jahre später wird in Erlauf
im Gedenken an dieses Ereignis ein Friedensdenkmal enthüllt. Mit der Gestaltung wurden die amerikanische Künstlerin Jenny Holzer und der russische Künstler Oleg Komov betraut.

Der Film nähert sich der Gedenkstätte langsam an. Fragen nach dem Erinnern, dem Gedächtnis, nach der Darstellbarkeit geschichtlicher Ereignisse stehen im Mittelpunkt. In ruhigen Bild/Ton/Collagen werden die beiden Denkmäler vorgestellt. Dazu kommen
u.a. Gespräche mit Jenny Holzer und dem Sohn des verstorbenen Künstlers Oleg Komov.

Donnerstag 21. November 2013, 20:00 Uhr

Klub der slowenischen StudentInnen in Wien
Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju
Mondscheingasse 11
1070 Dunaj // Wien
www.ksssd.org

 

2. Filmabend

Am 24. Jänner 2013 wird im Zuge der Veranstaltungsreihe Denkmal und Erinnern
der Film Ein weites Feld von Gerburg Rohde-Dahl (D 2008).

 Ernst Logar 2012

Im Mai 2005 wurde das Denkmal für die ermordeten Juden Europas im Zentrum Berlins unter großer internationaler Anteilnahme eröffnet.
Über kein Erinnerungsprojekt wurde im wiedervereinigten Deutschland so grundsätzlich diskutiert. Das Denkmal ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands. Der Film beobachtet über vier Jahre hinweg den Bau des Mahnmals vom Setzen der ersten Stelen bis zu der Zeit nach der Eröffnung. Er befragt Passanten und Besucher des Denkmals nach deren Haltungen und Gefühlen. Ergänzend entstanden Interviews mit Lea Rosh, der Initiatorin des Denkmals, und seinem Architekten Peter Eisenman. Zugleich reflektiert der Film den Denkprozess, den das Mahnmal in der Filmemacherin ausgelöst hat. Diese persönliche Auseinandersetzung mit ihrer Identität als Deutsche ruft in ihr die Erinnerung an die glücklichste Zeit ihrer Kindheit im besetzten Polen wach und ihre damit verbundenen ambivalenten Gefühle. Eine deutsche Alltagsgeschichte.

Donnerstag 24. Jänner 2013, 20:30 Uhr

Klub der slowenischen StudentInnen in Wien
Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju
Mondscheingasse 11
1070
Dunaj // Wien
www.ksssd.org

Die Filmveranstaltungen mit darauf folgender Diskussion finden alle
zwei Monate im Klub der slowenischen StudentInnen in Wien statt.
Nächster Termin im März 2013.

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Am 7. Dezember 2012 startet die Veranstaltungsreihe Denkmal und Erinnern
mit dem Film Am Ende kommen Touristen von Robert Thalheim (D 2007).
Die Filmveranstaltungen mit darauf folgender Diskussion werden alle
zwei Monate im Klub der slowenischen StudentInnen in Wien stattfinden.


1. Filmabend

„Am Ende kommen Touristen“
(D 2007) R: Robert Thalheim (85min)

Sven leistet seinen Zivildienst in Polen in einem Jugendgästehaus, das zur
Gedenkstätte des einstigen Vernichtungslagers Auschwitz gehört.
In der Stadt O?wi?cim – wie Auschwitz auf Polnisch heißt – ist nichts
wie an anderen Orten, alles ist von der Geschichte überschattet.
Zu Svens Aufgaben gehört auch, den Holocaust-Überlebenden
Herrn Krzeminski zu betreuen. Der widerspenstige Krzeminski
repariert für das Museum der Gedenkstätte alte Koffer,
Relikte der ehemaligen Lagerhäftlinge. Sven lernt die Polin
Ania kennen, die Führungen für die deutschen Besucher der
Gedenkstätte macht. Die sich anbahnende Beziehung zwischen
den beiden verändert Svens Blick auf seine Arbeit
und das Leben in Oswiecim.


Freitag 7. Dezember 2012, 20 Uhr

Klub der slowenischen StudentInnen in Wien
Klub slovenskih študentk in študentov na Dunaju
Mondscheingasse 11
1070
Dunaj // Wien
www.ksssd.org

 

Ort der Unruhe

Der Ausgangspunkt Ernst Logars aktueller Arbeit sind die Ereignisse der Maitage 1945.
Damals ließ die SS verscharrte Hingerichtete aus dem Gelände der SS-Kaserne
Graz-Wetzelsdorf ausgraben.

"Dieser Vorgang, der unter Zeitdruck möglichst unbemerkt stattfinden sollte, wurde, wie man heute weiß, nicht vollständig durchgeführt. Dieser Sachverhalt ist die Grundlage von Hinweisen und Gerüchten, dass sich nach wie vor Gräber auf dem Areal der Kaserne befänden."

Georg Hoffmann: SS-Kaserne Graz-Wetzelsdorf - Im Spannungsfeld des Kriegsendes und der Nachkriegsjustiz, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz, Bd. 40, Graz 2010, S. 324

Ernst Logar 2012
Gedächntishain Belgierkaserne

Ernst Logar, der sich schon 2004 in seiner Arbeit "Den Blick hinrichten" intensiv mit den NS-Verbrechen am Feliferhof und der Belgierkaserne(ehemalige SS- Kaserne Graz-Wetzelsdorf) auseinandersetzte, beschäftigt sich in seiner aktuellen Arbeit mit dem neuen Denkmal, dem Gedächtnishain, am Areal der heutigen Belgierkaserne.

Nach der wissenschaftlicher Aufarbeitung der in der ehemaligen SS- Kaserne Graz-Wetzelsdorf erfolgten NS-Verbrechen wurde dieser Gedächntishain am Ort der vermuteten Massengräber am Kasernengelände (den lokalisierten Bombentrichtern) errichtet. Im Dezember 2011 wurde der Gedächtnishain von Bundesminister Norbert Darabos offiziell eröffnet.

In Ort der Unruhe setzt sich Logar intensiv mit diesem vielschichtigen Ort auseinander, der einerseits einen historischen Tatort, andererseits die letzte Ruhestätte von Hingerichteten und letztendlich einen Ort der Erinnerung darstellt. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Tatsache, dass der reale Nachweis, dass sich auf dem Gelände wirklich die letzten Überreste der Opfer befinden, nie erbracht wurde. Der Ort ist so zum Ort der Wahrscheinlichkeit, zum Ort der Ungewissheit, zu einem Ort der Unruhe geworden. Und das Denkmal zu einem Verweis auf etwas, das da und nicht da ist.

In einer installativen Arbeit und mittels Videointerviews mit unterschiedlichen Personen, die an der Aufdeckung und der Erforschung der Kriegsereignisse in der Belgierkaserne sowie an der Umsetzung der Gedächtnisstätte beteiligt waren, versucht Logar die Problematiken dieses Gedächtnisortes aufzuzeigen und die Hintergründe offizieller Gedenkkultur zu durchleuchten.

Ort der Unruhe wird im Rahmen der Ausstellung nicht eingelöst gemeinsam mit

memoryPROJECTS
Eva Brunner Szabo 1961 2012 I Gert Tschögl gezeigt.


Eröffnung: Do, 22. November 2012, 19:00 Uhr
MEDIENWERKSTATT WIEN
Neubaugasse 40a, 1070 Wien

Ausstellungsdauer: 23.11.2012 10.12.2012
Fr, Sa, Mo 14:00 18:00 Uhr

www.medienwerkstatt-wien.at

 

Das Ende der Erinnerung - Kärntner PartisanInnen

im Salzburger Kunstverein
Wie zusammen leben? (Gruppenaustellung)

26.04.–08.07.2012
Ausstellung im Großen Saal

Eröffnung:
Mittwoch, 25. April 2012, 19 Uhr

KünstlerInnen: Johanna Diehl, Nilbar Güres, Klub Zwei, Ernst Logar,
Ján Mancuška, Wendelien van Oldenborgh

Kuratorin: Hemma Schmutz

www.salzburger-kunstverein.at


Das Ende der Erinnerung - Kärntner PartisanInnen

Film und Filmgespräch
Dienstag, 17. April 2012, 19.00 Uhr

Stadtmuseum Graz
Sackstraße 18
8010 Graz

Ernst Logar lässt in der Videoinstallation "Das Ende der Erinnerung" Kärntner Sloweninnen und Slowenen über ihre einschneidenden Erlebnisse im zweiten Weltkrieg bei den Partisanen, über die Nachkriegsjahre und über ihre heutige Lebenssituation in Kärnten sprechen. Die vom Künstler aufgezeichneten Gespräche sind eindringliche Dokumente einer letzten Generation von Zeitzeugen, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben und deren unmittelbare Erinnerungen bald verloren sein werden.
Ernst Logar (Künstler, Wien/Klagenfurt)

Eine Veranstaltung von CLIO
www.clio-graz.net


Das Ende der Erinnerung - Kärntner PartisanInnen
Konec spomina - koroški partizani in partizanke
The End of Remembering - Carinthian Partisans

Das Buch ist eine Publikation zur Videoinstallation des Kärntner Künstlers
Ernst Logar "Das Ende der Erinnerung", in der Kärntner Sloweninnen und Slowenen über ihre einschneidenden Erlebnisse im zweiten Weltkrieg bei den Partisanen, über die Nachkriegsjahre und über ihre heutige Lebenssituation in Kärnten sprechen. Die vom Künstler aufgezeichneten Gespräche sind eindringliche Dokumente einer letzten Generation von Zeitzeugen, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben und deren unmittelbare Erinnerungen bald verloren sein werden.
Die Rauminstallation wurde an vielen geschichtsträchtigen Ort in Österreich gezeigt: im Palais Epstein (Österreichischen Parlament, Anfang 2008), in der Gedenkstätte für Opfer der NS-Justiz im Landesgericht Wien (April 2008), im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) (Juni/November 2008), im Kulturhaus St. Primus/Kulturni dom Šentprimož (Juni/Juli 2008), im Museum Gedenkstätte Peršmanhof/Muzej pri Peršmanu (Juli/Oktober 2008) sowie in der Aula der Universität Wien (Oktober/November 2010) und im Pavelhaus/Pavolva hiša in Laafeld/Potrna bei Bad Radkersburg (Dezember 2010 bis Februar 2011).
Das Buch enthält Beiträge von Aleida Assmann, Brigitte Bailer-Galanda, Wolfgang Neugebauer und Roland Schöny sowie die Biografien der zwölf Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Videoinstallation, deren Interviews auf der beigelegten Video-DVD dokumentiert sind.

Geb. mit Video-DVD 112 Seiten (Deutsch, Slowenisch und Englisch)
DRAVA 2011. ISBN: 978-3-85435-649-3
Hrsg. von: pArtisan - Kunst im sozial- und gesellschaftspolitischen Kontext

Preis € 24.80.- (plus Versandkosten € 4.- in Österreich)

Bestellungen unter: info@pArtisan.co.at



Buchcover

 

Das Ende der Erinnerung - Kärntner PartisanInnen
Konec spomina - koroški partizani in partizanke

Buchpräsentation: Ernst Logar

31.Mai 2011 19 Uhr

Kärntner Landesarchiv
St. Ruprechter Straße Nr. 7
A-9020 Klagenfurt

Programm:

- Mag. Ernst Logar (Buchvorstellung)
- Mag. Brigitte Entner (Geschichte des Partisanenwiderstandes im südlichen Kärnten)
- Zeitzeugengespräch (Zeitzeuge angefragt)




Das Ende der Erinnerung – Kärntner PartisanInnen

Eine Ausstellungsreihe von Ernst Logar



Ernst Logar 2007
Moschenitzen/ Moščenica

Ernst Logar lässt in der Videoinstallation "Das Ende der Erinnerung", Kärntner Sloweninnen und Slowenen über ihre einschneidenden Erlebnisse im zweiten Weltkrieg bei den Partisanen, über die Nachkriegsjahre und über ihre heutige Lebenssituation in Kärnten sprechen.
Die vom Künstler aufgezeichneten Gespräche sind eindringliche Dokumente einer letzten Generation von Zeitzeugen, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben und deren unmittelbare Erinnerungen bald verloren sein werden.

Universität Wien - Aula

Ausstellungseröffnung   20. Oktober 2010 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer         21. Oktober – 12. November 2010
Öffnungszeiten               Mo - Sa 9 - 20 Uhr

Universität Wien
Dr. Karl Lueger Ring 1
A-1010 Wien

 

Ernst Logar 2010
Strugariach/ Strugarji


Pavelhaus/ Pavolva hiša

Ausstellungseröffnung   10. Dezember 2010 18:30 Uhr
Ausstellungsdauer        10. Dezember 2010 – 28. Februar 2011

www.pavelhaus.at




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